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  • pascalewalker

Update Saison 2023


Ich melde mich aus dem Trainingslager aus Libourne (FRA).

In der Rudersaison ist bisher bereits einiges gelaufen: Drei Mal sind wir im Kader Selektionsrennen gefahren und ich bin in der Saison 2023 bereits in drei unterschiedliche Bootsbesetzungen gerudert, was für uns eher ungewöhnlich ist:

Nach der Selektion im 1x für den ersten Weltcup konnte ich ein sehr gutes Trainingslager absolvieren und viele Fortschritte machen. Doch kurz nach dem Trainingslager hat mich eine heftige Grippe oder eventuell auch Corona erwischt. Nach einer Woche zu Hause hatte ich wohl zu früh wieder begonnen und es hat mich gleich ein zweites Mal flachgelegt. So hatte ich nur genau vier Tage Training vor dem 1. Weltcup. Im Nachhinein ist man immer etwas klüger und ich hätte den Weltcup wohl besser ausfallen lassen, doch mein Ehrgeiz liess dies nicht zu. Schnell habe ich gemerkt, dass ich noch weit von meinem normalen Leistungsstandart entfernt war, ich war nicht fit genug, um die Geschwindigkeit der anderen Boote mitzugehen. Relativ bald war klar, dass die A-Final Qualifikation schwierig werden würde. Obwohl ich bis 1500m ein sehr starkes Rennen im Hoffnungslauf gezeigt habe, haben meine Kräfte nicht bis ans Ende gereicht. Als kleiner Trost konnte ich jedoch das B-Finale mit über 15 Sekunden Vorsprung gewinnen. Ein schwieriger Start in die Regattasaison…

Das Selektionsgremium hat daraufhin entschieden, dass sie mich zurück im 4x haben möchten. Zum zweiten Mal in weniger als einem Monat fuhren wir Ausscheidungsrennen. Ich konnte mich beweisen und holte mir einen Platz im Grossboot. Mit nur einer Woche gemeinsamen Trainings waren wir bereits an der EM in Bled am Start. Eine meiner Lieblingsstrecken. Mit einem etwas verhaltenen Start in die Regatta mussten wir den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen, in welchem wir ein starkes Rennen zeigten und uns für das A-Finale qualifizierten. Zwei Teamkolleginnen aus unserem Boot waren zusätzlich in einer zweiten Bootsklasse am Start. Mit diesem vollen Programm und doppelt so vielen Rennen wie alle anderen aus unserem Feld reichte die Energie nicht ganz für eine Überraschung. Wir erreichten den 6.Rang, jedoch trennte uns nur 0.36sec von dem 4. Rang und auf den 3. Rang fehlten lediglich 2.5 Sekunden.

Schlag auf Schlag ging es weiter und die dritten und hoffentlich letzten Ausscheidungsrennen waren an der Reihe. Celia Dupré kehrte von ihrem Studium aus Amerika zurück und somit musste alles wieder von neuem ausgefahren werden. Wieder schaffte ich die Selektion für den Doppelvierer. Diesmal war die gemeinsame Zeit noch kürzer und wir hatten wieder eine Umstellung. Celia übernahm die Schlagposition, ich blieb auf Platz 3, Lisa wechselte von Schlag auf Platz 2 und Fabienne wechselte von Position 2 auf den Platz im Bug. So sind wir bis auf Fabienne, welche neu ins Boot kam, alle wieder auf der gleichen Position wie letztes Jahr an der WM. Am Sonntagabend wurde die Entscheidung gefällt und am kommenden Freitag hörten wir bereits das Startsignal am Weltcup 2 in Varese. Wir zeigten eine grosse Verbesserung zu den Rennen an der EM und konnten im Vorlauf für uns eine neue Bestzeit aufstellen. Von den Zeiten her wussten wir, dass wir um eine Medaille mitfahren konnten, doch wie an der EM waren die Hundertstel nicht auf unserer Seite. Um genau 0.13 Sekunden verpassten wir den dritten Rang, hinter Deutschland. Eine Enttäuschung für uns, denn eine Medaille wäre eine Bestätigung für all unsere Arbeit gewesen. Diese so knapp zu verpassen, ist hart. Doch ich glaube, diese kleine Niederlage hat uns angespornt, noch härter zu arbeiten.



Dies hat sich gelohnt! Drei Wochen später fand bereits der dritte und letzte Weltcup in Luzern statt. Und da holten wir uns unsere Belohnung. In einem Feld, in welchem alle grossen und erfolgreichen 4x - Nationen am Start standen, holten wir uns die Bronzemedaille. Was für ein Erlebnis am Heimweltcup mit all unseren Fans, Familien und Freunden vor Ort.

Holland legte sich von Anfang an die Spitze vor die Chinesinnen, welche Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen sind. Wir lieferten uns ein Kopf an Kopf Rennen mit den Engländerinnen um den dritten Rang. Wir waren in einer guten Position, um mit einem Endspurt die Engländerinnen zu besiegen, doch diese zogen etwas an und konnten sich einen kleinen Vorsprung ausarbeiten. So blieb uns nichts anderes übrig als mitzugehen und nochmals anzugreifen. Zwar konnten wir die Engländerinnen nicht mehr überholen, doch dafür war plötzlich China in erreichbarer Nähe. Wir konnten uns vor sie schieben und überquerten die Ziellinie an dritter Position, vor den Chinesinnen die seit 2019 ungeschlagen waren. Mit dem dritten Rang sicherten wir uns zusätzlich den Gesamtweltcupsieg. Und wie letztes Jahr an der WM haben wir Geschichte geschrieben: Noch nie zuvor stand ein Frauengrossboot in Luzern auf dem Podest und noch nie zuvor war ein Schweizer Frauengrossboot Gesamtweltcupsieger. Ein rundum erfolgreiches

Wochenende für uns! So kann es weiter gehen 😊



Mit diesem erfolgreichen Wochenende wurden wir für die WM in Belgrad im Herbst

selektioniert. Diese WM ist enorm wichtig, denn es werden die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2024 vergeben, dies bedeutet für uns, wir müssen unter die ersten sieben Boote kommen. Jetzt steht zuerst ein längerer Trainingsblock auf dem Plan, welcher mit einem Trainingslager in Libourne, Frankreich, beginnt. Wir sind bereit, alles zu geben und möchten uns noch näher an die Spitze schieben.


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